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Politisches Feuilleton

Diskurs in 140 Zeichen - Das Internet als politisches Medium

Schneller, kürzer, gnadenloser - so könnte man die Kommunikation im Netz beschreiben. Ein weiterer Effekt der digitalen Medienwelt ist aber auch die Anregung von Debatten und die Vereinfachung des Meinungsaustauschs. Die Diskurshoheit einiger weniger ist dadurch eingeschränkt, meint Constanze Kurz.

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Die neue Migration - Aus dem Einwanderungsland Portugal ist ein Auswanderungsland geworden

Portugals Wirtschaft ist in einem schlechten Zustand. Allein im Jahr 2010 haben 150.000 Portugiesen ihr Heimatland verlassen. Der Publizist Christoph Giesa empfiehlt, die Fachkräfte aus dem europäischen Süden in Deutschland willkommen zu heißen.

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Verbote treffen alle Demonstranten - Ob im Bankenviertel oder vor der Moschee – was ist unsere ...

Kölner und Bonner Polizisten schützen Rassisten, während Frankfurter Polizisten die Bürger vor antikapitalistischen Parolen schützen sollen. Ist das nicht unerträglich? Ja, das ist es. Aber nicht mehr Verbote können die Antwort sein, sondern nur weniger Verbote, findet Stephan Hebel.

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Sie sind Europäer: Sinti und Roma - Das "Raus hier" gegen die Roma hat keine Perspektive

Europa wächst zusammen, die Grenzen öffnen sich - aber die Sinti und Roma werden europaweit nach wie vor gerne ausgeschlossen, die Integration scheitert öfter als sie gelingt. Dabei hätten sie eigentlich ein Recht auf Teilhabe, meinte die Lyrikerin Esther Dischereit.

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Kulturtipp: Ausstellung - Stuttgart - Rasterfahndung



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Die überforderte Politik - Wie die Wirtschaftskrise zur Systemkrise wird

Mindestens seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts leben die Gesellschaften des globalen Westens auf Pump. Gleichzeitig wurden Aufsichtspflichten gegenüber dem Banken- und Finanzsektor immer weiter zurückgefahren. Nun verweigern auch noch die Wähler ihre Gefolgschaft bei der paneuropäischen Rosskur.

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Kapitalismuskritik mit extra viel Schaum - Das Abrakadabra vom Klassenkampf

"Ist der Kapitalismus böse?" Diese Frage stellt sich ein Café in einer Seitenstraße des Kurfürstendamms und bittet seine Gäste zu einem "philosophischen Abend mit anschließender Diskussion". Das sei Kapitalismuskritik als Indiz der Dekadenz, meint Jacques Schuster.

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Kulturtipp: Ausstellung - Hattingen - Leben mit dem Fluss



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Wie die US-Bürokratie den Antiamerikanismus fördert - Als Ausländer unter Generalverdacht

Endlose Formulare, hohe Gebühren, Bittgänge beim Konsulat: Mit den Einreisebestimmungen der Homeland Security drängen die USA unbescholtene Bürger in die Rolle Verdächtiger - und stellen sie auf eine Stufe mit Terroristen. Hans Christoph Buch findet das zutiefst demütigend.

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Kirche im Gespräch - Was ist aus dem Dialog-Angebot der katholischen Bischöfe geworden?

Beim Katholikentag in Mannheim muss sich zeigen, ob die Kirche aus den Missbrauchsskandalen der vergangenen Jahre gelernt hat, ob sie den angekündigten "neuen Aufbruch" auch schafft. Sonst wird der Ungehorsam gegen die Amtskirche weiter zunehmen, meint der Journalist Gernot Facius.

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Desaster Bologna - Der heimliche Abschied von einer missglückten Reform

Mehr Mobilität, kürzere Studienzeiten: Die Ziele der Bologna-Reform klangen vor zehn Jahren fast wie im Märchen. In Wirklichkeit hat das Projekt bloß Milliarden gekostet, der deutschen Wirtschaft geschadet und hunderttausende Studierende frustriert, meint Christian Scholz.

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Es geht um mehr als Wahlsiege - Die Parteien begeistern nicht mehr, die Demokratie steckt in ...

Seit Jahren ist die Wahlbeteiligung rückläufig, und die Parteien schrumpfen. Die SPD, in der einst über 1,2 Millionen Bürger organisiert waren, zählt heute weniger als 500.000 Mitglieder. Außerparlamentarische Bewegungen dagegen haben Zulauf. Die Demokratie steckt in einer Krise, meint Günther Lachmann.

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Der Pirat in uns - Wer am Urheberrecht schraubt, gefährdet unsere Medien- und Kulturlandschaft

Die Piraten fordern, dass das Urheberrecht fallen muss, und ihr Erfolg ist der Pirat in uns. Kein Wunder in einem Land, in dem die Devise "Geiz ist geil" gilt und jeder schon mal eine CD kopiert hat, ohne dafür zu bezahlen. Doch damit machen wir unsere Kultur kaputt, meint Klaus Rüdiger Mai.

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Ehre im Amt - Von der Freude am freiwilligen Engagement

Wenn Gemeinden und Stadtteile zusehends verfallen, könnte das nach Einschätzung von Politikern und Wissenschaftlern dazu führen, dass Jugendliche ihre gesellschaftliche Mitwirkung verweigern. Ehrenamtliche aber würden dringend gebraucht, sagt Ex-Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik.

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Der Islam gehört doch zu Deutschland - Deutsche und Europäer sind ihrer historischen Herkunft ...

Im angeblich finsteren Mittelalter war man viel weiter als heutzutage. Denn im Gegensatz zu früher ist die Erinnerung verlorengegangen, dass Orient und Okzident zu einer gemeinsamen Welt mit einer gemeinsame Geschichte seit dreitausend Jahren gehören, meint der Publizist Eberhard Straub.

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"Ich mach disch Krankenhaus!" - Kiezdeutsch als Forschungsgegenstand

Weil die Germanistik nicht nur die Hochsprache, sondern auch Dialekte untersucht, hat sie sich nun auch des sogenannten Kiezdeutsch angenommen, einer Mischform aus Deutsch, Türkisch und Arabisch, wie sie vor allem von Migranten gesprochen wird. Lohnt die Mühe? Reinhard Mohr ist skeptisch.

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Abschied vom Bürgertum? - Wie sich Parteien immer häufiger vom Konservativen verabschieden

Betrachtet man die Abkehr der Wähler von den bürgerlichen Parteien und den Rückgang des konservativen Elements in ihnen, so drängt sich die grundsätzliche Frage auf: Ist unsere Gesellschaft im Begriff, sich von ihren bürgerlichen Wurzeln zu verabschieden? Der Schriftsteller Bernd Wagner sucht Antworten.

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Begründungen einer Piratenwählerschaft - Piraten werden nach dem Prolog von der Bühne abtreten

Steckbrief: Parteilos, männlich, gebildet, technikaffin und Internetaktivist der ersten Stunde - das bin ich. Man könnte noch ein paar Attribute hinzufügen und käme unweigerlich zum Schluss: "Der Mann verkörpert den Piratenwähler", meint der Autor und Publizist Florian Felix Weyh.

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Alles ist im Wandel, nur die Queen bleibt - Großbritannien im Charles-Dickens-Jahr

Zwei Jubiläen begehen die Briten in diesem Jahr: das Kronjubiläum der Königin und den 200. Geburtstag von Charles Dickens. Der britische Politikwissenschaftler Anthony Glees meint, dass Dickens wohl sehr gern über die Queen und ihre Zeit geschrieben hätte.

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Das islamische Event - Religiosität des Nachbarn kennenlernen

Das Image der Muslime ist allzu sehr von der Befindlichkeit Anderer geprägt: sei es vom Sicherheitsinteresse der Politik, sei es vom Hinterfragen islamischer Lebensweisen. Ein Muslimtag würde das Selbstbewusstsein der Community und ihre Emanzipation in der deutschen Gesellschaft ausdrücken, meint der Islamwissenschaftler Serdar Günes.

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Großstadtmärchen vom modernen Mann - Angeblich arbeiten immer mehr Männer zuhause mit - die ...

Es wird viel geredet über Elternzeit, Frauenquote und über mehr Kitaplätze. Doch geholfen hat es bisher wenig. Immer noch sind Männer in Leitungsfunktionen deutlich stärker vertreten als Frauen, und zuhause machen sie sich rar. Moderne Männer sind ein Großstadtmärchen, meint Julia Friedrichs.

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Deutschland braucht ein Kultus-Parlament - Wie der Staat für unser Seelenheil sorgen könnte

Durch die Trennung von Staat und Kirche wurde das Seelenheil ins Private verbannt und dort allein gelassen. Die Gesellschaft braucht aber einen gemeinsamen Grundkanon von Werten, Ritualen und Symbolen. Diese Aufgabe gehört in die Hände einer staatlichen Institution, meint Martin Rieke.

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China zu Gast bei der Londoner Buchmesse - Der Buchmarkt spricht, die unabhängigen Stimmen ...

Die regimekritischen Autoren sind nicht eingeladen, obwohl China Ehrengast der Londoner Buchmesse ist. Die Vertreter der unabhängigen Literaturszene werden nun am Stand von Hongkong präsentiert. Schriftstellerin Esther Dischereit hält das für einen Skandal.

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Orthodoxie - ist das Christentum des Ostens den Deutschen wirklich so fremd?

Sieben Tage nach den evangelischen und katholischen feiern die orthodoxen Christen ihr Osterfest. Russische, griechische und andere Einwanderer haben das religiöse Leben der Orthodoxie hierher gebracht. Fremd also müsste uns das Christentum des Ostens nicht sein, meint Vasilios Makrides, Professor für Religionswissenschaften an der Uni Erfurt.

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Grass im Feuilleton



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Ortszeit Kulturtipp, Donnerstag, 12.04.2012, 7.20 Tanz Berlin



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Digitale Demokratie ist Bullshit - Unser politisches System darf sich nicht von einer ...

Als FDP-Generalsekretär Döring neulich vor einer "Tyrannei der Masse" im Web warnte, löste er heftige Proteste aus. Der freundlichste Vorwurf lautete, er habe nicht begriffen, dass sich die Demokratie in eine "Digitale Demokratie" verwandelt habe. Aber stimmt das überhaupt? Eva Schumann sagt "Nein".

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Recht ist kein Geschenk des Himmels! - Wider die kirchliche Personalpolitik

Dass die Kirchen bei Themen wie dem Betreuungsgeld eine eigene Meinung vertreten, ist ihr gutes Recht. Allerdings mischen sie sich gerne auch ins Privatleben ihrer Angestellten ein, darauf weist die Arbeitsrechtlerin Katja Wilke hin - und fordert ein Ende der kirchlichen Sonderregeln im Arbeitsrecht.

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Gegen die Politisierung des Korans - Mit Religion allein lassen sich gesellschaftliche Probleme ...

Dem politischen Islam wird eine stärkere Kraft zugesprochen, als er sie im Alltag der Gläubigen überhaupt besitzt. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, denn sie läuft auf eine Politisierung von Theologie hinaus, meint Nimet Seker.

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Verschwörungsängste in Syrien - Ausländische Mächte als Sündenbock

Die Arabische Liga hat sich in ihrer "Erklärung von Bagdad“ gegen ausländische Einmischung in den Syrien-Konflikt verwahrt. Diese Warnung an den Westen mag historisch verständlich sein, politisch richtet sie sich zumeist gegen die eigene Opposition.

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